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Eine Demenz verändert den Alltag für alle – für die erkrankte Person und für die Angehörigen. Eine Betreuungskraft, die im Haushalt lebt, kann hier mehr auffangen als Besuche nach Zeitplan: Sie ist da, wenn der Tag unruhig wird, und sie bleibt dieselbe Person.

Warum das eigene Zuhause gerade bei Demenz zählt

Vertraute Räume geben Halt. Wer weiß, wo die Tassen stehen und welches Fenster zum Garten zeigt, findet sich auch dann noch zurecht, wenn das Gedächtnis nachlässt. Ein Umzug bedeutet dagegen, dass alle Orientierungspunkte auf einmal wegfallen. Deshalb möchten viele Familien die Betreuung zu Hause organisieren, solange es geht.

Dazu kommt der zweite Punkt: eine feste Bezugsperson. Wechselnde Gesichter mehrmals am Tag sind für Menschen mit Demenz anstrengend und können Unruhe auslösen. Unsere Betreuungskräfte bleiben in der Regel 6 bis 8 Wochen am Stück und wechseln sich danach mit einer Kollegin ab – viele Familien haben über Jahre dieselben zwei Personen im Wechsel.

Was eine Betreuungskraft im Alltag übernimmt

Tagesstruktur

Feste Zeiten für Aufstehen, Mahlzeiten und Ruhephasen. Wiederkehrende Abläufe geben Sicherheit.

Erinnern und Begleiten

An Mahlzeiten und Medikamente erinnern, beim Ankleiden helfen, zum Arzt begleiten.

Beschäftigung

Gemeinsam kochen, spazieren gehen, Fotos ansehen, erzählen – auch dieselbe Geschichte zum dritten Mal.

Nachts da sein

Wenn Tag und Nacht sich verschieben, ist jemand im Haus. Wie oft nachts Hilfe nötig ist, halten wir vorher im Erhebungsbogen fest.

Was eine Betreuungskraft nicht leistet

Medizinische Aufgaben – Wundversorgung, Spritzen, Medikamente stellen – bleiben beim ambulanten Pflegedienst; das ist gesetzlich so geregelt. Auch eine Therapie oder eine Diagnose gehört in ärztliche Hände. Eine Betreuungskraft ersetzt das nicht, sie ergänzt es im Alltag.

Und sie ist keine Aufsicht rund um die Uhr: Auch eine Betreuungskraft, die im Haushalt lebt, hat Anspruch auf Freizeit und Ruhezeiten. Wenn jemand durchgehend beaufsichtigt werden muss, besprechen wir das offen, bevor ein Vertrag zustande kommt.

Worauf es bei der Auswahl ankommt

Sagen Sie uns im ersten Gespräch, dass es um eine Demenz geht, und was im Alltag schwierig ist – etwa nächtliche Unruhe, der Drang nach draußen oder Misstrauen gegenüber fremden Personen. Wir berücksichtigen das bei der Auswahl.

Bei der Sprache gilt eine einfache Regel: Für Menschen mit Demenz zählt Geduld oft mehr als ein großer Wortschatz. Trotzdem sagen wir Ihnen vorab, welche der vier Sprachstufen die vorgeschlagene Betreuungskraft hat – von Stufe 1 (kommunikativ) bis Stufe 4 (sehr gut). Mehr dazu unter „Gut zu wissen"

Was es kostet

Die Betreuungskraft kostet ca. 3.050 € im Monat, dazu kommen ca. 150 € bis 200 € für An- und Abreise sowie unsere Vermittlungspauschale von 150 € im Monat. Welche Leistungen Ihnen von der Pflegekasse zustehen, klären Sie am besten direkt mit ihr. Zur Preisübersicht

Häufige Fragen

Meine Mutter erkennt fremde Menschen nicht mehr. Funktioniert das überhaupt?

Die ersten Tage sind oft die schwierigsten – für beide Seiten. Hilfreich ist, wenn ein Angehöriger am Anfang dabei ist und die Betreuungskraft in den Alltag einführt: Wo steht was, welche Rituale gibt es, worauf reagiert Ihre Mutter gut. Danach wird aus der fremden Person meist schnell eine vertraute.

Was ist, wenn mein Vater nachts aufsteht und das Haus verlassen will?

Das gehört zu den Dingen, die wir vorher wissen müssen. Sagen Sie es im ersten Gespräch und tragen Sie es in den Erhebungsbogen ein. Eine Betreuungskraft darf niemanden festhalten oder einsperren – aber sie bemerkt es, wenn jemand aufsteht, und kann begleiten statt hinterherzusuchen.

Brauchen wir zusätzlich einen Pflegedienst?

Wenn medizinische Leistungen nötig sind, ja. Beides zusammen ist der Regelfall und ergänzt sich gut: Der Dienst kommt für die Behandlungspflege, die Betreuungskraft ist den Rest des Tages da.

Wie schnell kann es losgehen?

Nach dem ersten Gespräch erhalten Sie innerhalb weniger Tage ein Angebot. Der Beginn hängt davon ab, wann eine passende Betreuungskraft frei wird – oft innerhalb einer Woche.

Sprechen wir darüber

Erzählen Sie uns, wie der Alltag bei Ihnen gerade aussieht. Ein Anruf kostet nichts und verpflichtet zu nichts – auf Wunsch kommen wir auch zu Ihnen nach Hause.

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Sprechen wir über Ihre Situation

Ein Anruf genügt, und wir gehen den Bedarf in Ruhe gemeinsam durch – kostenlos und unverbindlich.

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